| Am 22. März 1832 starb Goethe an den Folgen einer Lungenentzündung in seinem Sessel. Kurz bevor er starb, zeichnete er mit dem Finger ein „W“ in die Luft. Goethes Zeitgenossen sehen das als den Anfangsbuchstaben seines Namens Wolfgang, Muslime interpretieren es auch als die arabische Schreibweise von Allah. Seine berühmten letzten Worte sollen gelautet haben „Mehr Licht!“. Laut Friedrich von Müller war jedoch gemeint: „Macht doch den zweiten Fensterladen auf, damit mehr Licht hereinkomme!“. Einer Anekdote nach seien die letzten Worte Goethes missverstanden worden – demnach hätte er nicht „Mehr Licht“ gesagt, sondern eine Äußerung bezüglich der Qualität seiner Bettstätte getätigt – in seinem Frankfurter Dialekt habe er nämlich „mer lischt … hia so schlescht,“ (Hochdeutsch: „man liegt hier so schlecht“) gesagt. Eine andere Anekdote besagte, Goethe hätte „Mer licht det Kissen schief“ gemeint. Es gibt zahlreiche weitere Theorien, was wirklich Goethes letzte Worte waren. Werner Fuld behauptet z. B., die letzten Worte seien an die Schwiegertochter gerichtet und „Frauenzimmerchen, gib mir dein Pfötchen!“ gewesen. Thomas Bernhard meint in seinem Essay 'Goethe stirbt', sie hätten „Mehr nicht!“ und nicht „Mehr Licht!“ gelautet. „Mehr Licht!“ wird oft philosophisch gedeutet. Goethe wurde am 26. März in der Fürstengruft bestattet. Seine Grabrede hielt Johann Friedrich Röhr, Generalsuperintendent in Weimar. |